Dr. MED. Peter Sandel

Arzt für Allgemeinmedizin

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12209 Berlin-Lichterfelde

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Neurofeedback

 

                                                                                        

            

 

                

Zur Geschichte von Neurofeedback?

Neurofeedback wurde vor über dreißig Jahren an der Universität von Kalifornien in Los    Angeles bei Versuchen mit Katzen entdeckt. Seit dem versucht eine ständig wachsende Gemeinde von Forschern, Therapeuten und Entwicklern Geräte, Software und Therapie-verfahren zu entwickeln und zu etablieren.  

Wir schätzen, dass es heute bereits gegen zehntausend Neurofeedbacktherapeuten gibt, wovon ca. 90% auf die USA entfallen. Wahrscheinlich hat die Schweiz die größte Neurofeedback-Therapeutendichte nach dem Raum Los Angeles.  

Neurofeedback ist nach wie vor nicht wirklich in der Schulmedizin anerkannt und Behandlungen werden in der Regel von den Krankenkassen nicht bezahlt. Trotzdem erfährt Neurofeedback gerade in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung.

          

Wie funktioniert Neurofeedback?

Menschen können fast alles erlernen. Voraussetzung ist aber, dass eine Rückkopplung (=Feedback) zwischen dem Gewollten und dem Erreichten besteht. Wir könnten nicht Fahrrad fahren lernen, wenn wir eine Schräglage nicht spüren könnten. 

Die meisten Funktionen in unserem Körper und Geist hingegen können wir nicht direkt wahrnehmen und auch nicht bewusst beeinflussen, sie werden praktisch automatisch gesteuert.                 

Die meisten Funktionen in unserem Körper und Geist hingegen können wir nicht direkt wahrnehmen und auch nicht bewusst beeinflussen, sie werden praktisch automatisch gesteuert.

Wenn nun eine solche Funktion nicht mehr richtig mag oder gar ganz ausfällt, gibt es kaum eine Möglichkeit, diese zu trainieren, weil ja kein direkter Einfluss vorhanden ist. Hier kommt "Bio-Feedback" zur Anwendung. Und wenn wir eine Funktion im Gehirn trainieren wollen, kommt Biofeedback auf der Basis der Gehirnströme, des EEG (Elektroenzephalogramm) in Form von Neurofeedback zum Einsatz.  

Obwohl das Aufnehmen der Millionstel-Volt großen Gehirnsignale auf der Kopfoberfläche zu vergleichen ist mit einem Mikrophon, das man an der Außenseite eines großen Bürogebäudes anbringt, ist die Information, die man so erhält, ausreichend, um das Gehirn oder Teile davon in einen Biofeedbackkreislauf zu bringen und zu trainieren.

Ziel des Neurofeedback-Trainings ist, dass das Gehirn lernt, einen angemessenen Zustand einzunehmen und diesen auch halten zu können. Wir sagen auch, mit Neurofeedback soll die Selbstregulierungsfähigkeit des Gehirns verbessert werden.  

Und nochmals zu dem Bürogebäude: Wenn der Chef der tausend Leute, die darin arbeiten, sich beklagt, dass es in dem Büro einfach zu laut zugeht, alle nur herumschreien und trampeln, könnte man ja mit eben dem Mikrofon an der Außenseite messen, wie laut es gerade ist und immer dann, wenn es mal gerade leiser ist, schöne Musik in die Lautsprecheranlage des Gebäudes einspeisen. Mit der Zeit würden sich alle ans leiser sein gewöhnen und diesen Zustand auch nach Abschluss des Trainings aufrecht erhalten.